Lüge Nr. 1

Kapital-Lebensversicherungen / private Rentenversicherungen bringen hohe Renditen  
"Lebensversicherungen und Rentenversicherungen verbinden in idealer Weise Absicherung, garantierte Leistungen und Vermögensaufbau miteinander"

Unter hohen Renditen verstehen wir Größenordnungen von jährlich 8 Prozent und mehr. Die Lebensversicherer werben mit Renditen von 6 bis 7 Prozent, wobei sie verschweigen, dass man in den ersten 10-15 Jahren überhaupt keine Rendite erzielt. Das liegt daran, dass von den eingezahlten Beiträgen ein beliebig(!) hoher Anteil an Kosten einbehalten werden kann. Wir haben schon Verträge gesehen, bei denen bei Ablauf weniger herauskam, als der Kunde insgesamt an Beiträgen entrichtet hat. Da Sie als Kunde keinen Kontoauszug wie z.B. bei der Bank bekommen, können Sie auch nicht nachvollziehen für welche Dienstleistung wieviel an Kosten aus dem Guthaben entnommen wurde.

MERKE: Nur der Betrag - der sog. "Sparanteil" - welcher nach Kosten übrig bleibt wird verzinslich angelegt. Dieser Sparanteil kann sogar - je nach "wirtschaftlicher Lage" des Unternehmens - durchaus auch einmal 0,-€ betragen.

Lüge Nr. 2


Da es sich bei einer Kapitallebens- oder privaten Rentenversicherung um langfristige Investitionen für die Altersabsicherung bzw. für die Versorgungslücke handelt (oft 30 Jahre und mehr), zählen diese zu Unrecht gelobten Produkte eher zu den unsicheren Sparformen, wenn man zwei gravierende Gefahren ins Auge fasst:

A) Wer garantiert Ihnen, dass die Währung "Euro" für die nächsten 30 Jahre stabil ist oder überhaupt noch existiert? Die Lebensversicherer legen zwar ein Großteil der Gelder auch in Sachwerten an, doch bei der Inflation 1923 und der Währungsreform 1948 gehörten die Lebensversicherten zu den Verlierern. Die Sachwerte gehörten nicht ihnen, sondern den Konzernen. Gegen Inflation und Währungsreform sind solche Geldwert-Anlagen keineswegs geschützt, im Ernstfall platzt Ihre Altersabsicherung wie eine Seifenblase! Unser Rat: Fragen Sie doch mal Ihre Großeltern, wie das damals war!

B) Da Sie keine Sparform im herkömmlichen Sinn haben, sondern ein Stück Papier mit einem Versprechen (garantierte Versicherungssumme bei Tod und bei Erleben) in Ihrem Ordner haben, kann dieses Versprechen doch nur eingelöst werden, wenn Ihr Vertragspartner zum Auszahlungszeitpunkt noch existiert. Gerade in der heutigen Zeit treten aber in der LV-Branche immer mehr Bedenken auf, ob denn alle Gesellschaften ihren Zahlungsverpflichtungen überhaupt noch nachkommen können. Durch den Wegfall der Steuerfreiheit bei Lebensversicherungen sind die Umsätze und somit weitere Einnahmen der Versicherungsgesellschaften stark gesunken (nach Angaben von Fitch Ratings 65-75%). Aus diesem Grund sind weitere finanzielle Schieflagen nicht auszuschließen.

MERKE: Die Lebensversicherung ist nur ein Versprechen, auf welches Sie als Kunde hoffen müssen, dass es irgendwann einmal eingelöst wird. Für die Altersabsicherung (Versorgungslücke) also denkbar ungeeignet.

Lüge Nr. 3

"Es gibt keine andere Anlage, welche eine Mindestverzinsung garantiert"

Diese Aussage stimmt sogar. Es gibt nur einen kleinen Haken. Halten Sie sich gut fest! Die Höhe der Kosten ist nicht garantiert. Das bedeutet, dass wenn Sie beispielsweise 100,-€ mtl. einzahlen, Ihnen die Versicherung von jedem Beitrag z.B. 30% an Kosten einbehält. Die 2,75% Zinsen erhalten Sie dann auf den Sparanteil von 70%. Und jetzt kommt´s: Weil die Kosten in solchen Verträgen nicht garantiert(!) sind, kann bei "schlechter wirtschaftlicher Lage" sogar bis zu 100% Ihres Beitrages für Kosten einbehalten werden. Auf den Rest - den sog. "Sparanteil" in Höhe von 0,-€ - bekommen Sie dann 2,75% Zinsen. Garantiert!
Eine gängige Praxis der Versicherungsgesellschaften: Wenn Sie als Versicherungsnehmer mit dem Rückkaufswert nicht einverstanden sind und sich mit dem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zur Wehr setzen, müssen Sie sich auf ein langwieriges und kostspieliges Prozessieren gefasst machen. Die Gegenseite finanziert dabei ihre besten Anwälte aus den Beiträgen der Versicherungsnehmer. Diese Art des Umgangs mit reklamierenden Kunden scheint sehr preisgünstig zu sein, denn im Schnitt fließen ca. 15% der Beitragseinahmen der Versicherer in die Abwehr/Nachregulierung von berechtigten Kundenforderungen.
Man muss sich das einmal verdeutlichen: Sie als Kunde mit berechtigten Ansprüchen finanzieren mit Ihrem eigenen Geld den Prozess gegen sich selbst!

Möchten Sie deutlich höhere Rückkaufswerte bis hin zu den eingezahlten Beiträgen - auch bei bereits gekündigten Verträgen - zurückerhalten?

Lüge Nr. 4

Man soll weiterbezahlen, "weil der Rückkaufswert jetzt schlecht ist und mit weiteren Einzahlungen ja immer besser wird."

Tatsache ist, dass sich mit weiteren Einzahlungen Ihr Verlust erheblich vergrößert! "Rückkaufswert" ist ein einfach schöneres Wort für "Guthaben". Beiträge, welche durch beliebig variierbare(!) Kosten verbraucht werden, gehen nicht erst mit der Kündigung, sondern mit jeder Beitragszahlung verloren. Wenn selbst nach 10-15 Jahren noch nicht einmal das eingezahlte Geld vorhanden ist, kommt auch beim Sparer langsam der Verdacht auf, dass mit seinem hart ersparten Geld nicht treuhänderisch umgegangen wird. Wenn sogar Gelder für die Abwehrung der eigenen Ansprüche aus dem Guthaben entnommen werden, kann die richtige Aussage nur lauten: "Mit jeder Beitragszahlung verlieren Sie viel Geld."

Lüge Nr. 5

"Um Verluste durch die Kündigung auszugleichen, soll man den Vertrag zumindest ruhen lassen. Es gibt sonst keine Anlageform welche eine garantierte Mindestverzinsung von 2,75% bietet"

Das Eine wie das Andere ist für den Kunden eine äußerst verlustreiche Variante: Am vorhandenen Vertragsguthaben (Rückkaufswert) nimmt der Versicherer einen Stornoabzug vor und bei Beitragsfreistellung wird der Vertrag weiterhin mit Verwaltungsgebühren belastet. Für den Kunden wird damit praktisch keine Rendite mehr erwirtschaftet und der Gewinn verbleibt bei der Versicherung. Seine bereits eingezahlten Beiträge schmelzen dahin wie Butter in der Sonne.

Unser Tipp: Verkaufen Sie Ihre Police und legen Sie den Rückkaufswert als Einmalanlage in internationale, konservative Aktienfonds an. Parallel dazu bedienen Sie einen Fondsparplan in der Höhe Ihrer bisher geleisteten Beiträge für Ihre Kapitallebensversicherung. Für viele ist damit das Thema "Altersabsicherung/Versorgungslücke" erledigt.
Wir zeigen Ihnen den Weg!

Lüge Nr. 6

"Viele Sparer haben mit Aktienfonds schon viel Geld verloren. Deshalb soll erst in Aktienfonds investiert werden, wenn schon drei Lebens-/Rentenversicherungen als sichere Altersvorsorge abgeschlossen worden sind. Die gesunde Mischung macht´s"

Das pauschalisierte Argument mit dem Geld verlieren werden Sie immer wieder zu hören bekommen. Dazu muss man ganz deutlich betonen, dass Aktienfonds keineswegs gleich Aktienfonds ist.

Tatsächlich ist es so, dass von über 6.000 zugelassenen Fonds weniger als 1%(!) für die private Altersabsicherung geeignet sind. Und dies sind alles ausschließlich internationale, konservative Aktienfonds. Bei diesen Spitzenfonds gab es langfristig noch nie Verluste - im Gegenteil. Die Renditen waren immer wesentlich höher als z.B. bei jeder Kapitallebensversicherung. Deutsche Banken und Versicherungen kaufen deshalb selbst diese renditestarken Fonds und preisen Ihnen als Kunde am Schalter die hauseigenen Produkte als sicherer und attraktiver an.

Übrigens: Internationale, konservative Aktienfonds von Auslandsgesellschaften (Fidelity, Templeton, usw.) sind die renditestärksten, da sie im Gegensatz zu den deutschen (DWS, DIT, DEKA, usw.) nicht mit Banken verflochten sind und somit unabhängig agieren können.

Was die Sicherheit betrifft: Fondsanteile des Anlegers dürfen nach §31 des Investmentgesetzes nicht angetastet werden (sog. Sondervermögen). Selbst bei Konkurs der vermittelnden Bank, der Versicherung oder sogar der Investmentgesellschaft selbst erleidet das Guthaben des Anlegers keinen Schaden. Im Falle eines Konkurs werden Ihre erworbenen Fondsanteile auf eine andere Gesellschaft übertragen.

Lüge Nr. 7

Der Bausparvertrag wird von Banken, Bausparkassen und auch Maklern gerne zur für die Altersvorsorge angeboten. Für Ihre Altersabsicherung ist die Rendite jedoch viel zu gering. Auch als Sparprodukt für Ihr Eigenheim ist der Bausparvertrag nicht das ideale Produkt, obwohl (oder gerade weil) er von den entsprechenden Vertretern wegen des "günstigen" Darlehens nahezu immer empfohlen wird. Lassen Sie sich jedoch nie durch "Prämien", "günstige Darlehen", "Steuervorteile" und sonstige "Lockvögel" "an der Nase herumführen". Es zählt immer das, was unter dem Strich herauskommt.

Für die Versorgungslücke, Altersabsicherung usw. kommen nur internationale, konservative Aktienfonds in Frage. Diese sind langfristig sicherer, flexibler und ertragreicher.